Unsere Aufgabe ist es vielmehr, aufmerksam zu beobachten und Auffälligkeiten zu melden – nicht, selbst einzugreifen.
Die Hauptaufgabe unseres Vereins ist die Verbesserung der Sicherheit in Großhansdorf – sowohl in objektiver Hinsicht als auch im Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger.
Dazu führen unsere aktiven Mitglieder regelmäßig, möglichst rund um die Uhr, Beobachtungsrunden im Gemeindegebiet durch. Unser Ziel ist es, die Gesundheit und das Eigentum der Bürger zu schützen und insbesondere Einbrüchen, Autodiebstählen und Fahrzeugaufbrüchen vorzubeugen.
Unsere Beobachtungsgänge finden zu Fuß, mit dem Fahrrad oder gelegentlich mit dem Auto statt – im Dunkeln grundsätzlich zu zweit.
Um jeglichen Anschein einer Bewaffnung zu vermeiden, führen wir lediglich Smartphone, Taschenlampe und Erste-Hilfe-Päckchen mit. Bei verdächtigen Beobachtungen informieren wir umgehend die Polizei – ein persönliches Eingreifen erfolgt nicht.
Hilfsbedürftigen Personen leisten wir selbstverständlich direkt Unterstützung.
Unsere aktiven Mitglieder werden zeitnah über aktuelle Einbrüche, Diebstähle oder verdächtige Vorkommnisse informiert, um in diesen Bereichen besonders aufmerksam zu sein.
Darüber hinaus pflegen wir regelmäßigen Austausch mit der Polizei, der Gemeindeverwaltung und der Hochbahnwache an den Bahnhöfen.
Zur Sensibilisierung der Bevölkerung verteilen wir regelmäßig Bürgerbriefe mit Tipps für persönliche und häusliche Sicherheit.
Zudem organisieren wir Informationsveranstaltungen zum Einbruchsschutz, gemeinsam mit der Polizei, der Gemeindeverwaltung sowie Fachbetrieben für Sicherheitstechnik, Tür- und Fensterschutz und Versicherungen.
Nach anfänglicher Skepsis fand die Arbeit unserer Bürgerinitiative bald breite Anerkennung – sowohl bei den Bürgerinnen und Bürgern Großhansdorfs als auch bei der Polizei und den politisch Verantwortlichen.
1996 wurden wir aus 144 bundesweiten Bewerbern mit dem 2. Deutschen Präventionspreis für Kriminalprävention zum Thema „Nachbarschaftshilfe zum Schutz vor Kriminalität“ ausgezeichnet – verliehen von der Konferenz der Innenminister.
Zum 25-jährigen Bestehen erhielten wir Anerkennung von vielen Seiten:
Der Kreis Stormarn betonte, dass unsere Initiative ein Vorbild für ähnliche Projekte sein sollte.
Die Polizei bestätigte, dass der Rückgang der Einbruchszahlen in Großhansdorf maßgeblich auf unsere Arbeit zurückzuführen sei.
Und auch der Bürgermeister würdigte unseren Beitrag zum gesellschaftlichen Leben im Ort und dankte ausdrücklich für unser Engagement.
Die Zahlen sprechen für sich:
Bereits 1993/94 sank die Zahl der Einbrüche von 86 auf 56 Fälle. In den Jahren 2002 und 2005 erreichten wir mit unter 20 Einbrüchen pro Jahr den bisher niedrigsten Stand.
Zwar stiegen die Zahlen 2014 (54 Fälle) und 2015 (80 Fälle) wieder an – ein Trend, der auch in Hamburg und den umliegenden Kreisen Schleswig-Holsteins zu beobachten war –, doch gleichzeitig konnte die Aufklärungsquote auf rund 37 % deutlich verbessert werden.
In den vergangenen Jahren hat sich die Einbruchskriminalität verändert:
Neben der üblichen Beschaffungskriminalität durch Gelegenheitstäter traten zunehmend organisierte Banden auf. Rund ein Drittel der Einbrüche findet mittlerweile tagsüber statt.
In die Statistik fließen auch versuchte, aber gescheiterte Einbrüche ein – was zeigt, dass technische Sicherungsmaßnahmen und wachsame Nachbarn Wirkung zeigen.
Dank unserer kontinuierlichen Arbeit haben viele Haushalte in Großhansdorf ihre Sicherheitsvorkehrungen verbessert.
Wir vermitteln dabei immer wieder eine zentrale Botschaft:
Der beste Einbruchsschutz ist ein aufmerksamer Nachbar.
Achtsamkeit, gegenseitige Hilfe und Zusammenhalt im Wohnumfeld sind die wirksamsten Mittel, um Kriminalität vorzubeugen – und genau dafür setzen wir uns seit vielen Jahren ein.